oder: Spinnen tut gut

Was haben das Spinnrad und die Spinnweben gemeinsam? Beide lassen sich in so manchem Gerümpelwinkel auf dem Dachboden finden. Christiane hat das Spinnrad ihrer Urgroßmutter wieder entdeckt und  aus dieser symbiotischen Beziehung befreit. Entdeckt hat sie dabei auch ihre eigene Begeisterung für dieses wunderschöne Handwerk.

Das Spinnrad - es stand bis vor nicht wirklich langer Zeit fast in jedem Haushalt und das nicht nur zur  Zierde. Je nach Region wurde darauf Leinen oder Wolle gesponnen. Manchmal erzählt noch die Oma davon. In jedem Fall haben unsere Urgroßmütter und vor ihr buchstäblich fast jede Frau seit Beginn  der Menschheit gesponnen.

Begonnen hat alles mit der Handspindel. Damit wird auch Christiane mit euch an diesem Wochenende beginnen. Der  Weg führt uns von den ersten Versuchen auf der Handspindel, einem der ältesten Werkzeuge, das die Menschen kennen, über das Kämmen, Kardieren und Mischen von tierischen Fasern bis hin zum Spinnrad, auf dem wir unsere Garne spinnen und verzwirnen werden.

So einfach und schnell, wie es sich beschreiben lässt, ist das Spinnen nicht. Um das Rad gut zu meistern, braucht es Zeit und Übung. Ist der richtige Dreh einmal heraussen und das Spinnen läuft wie am Schnürchen, wird euch Christiane mit ihren Geschichten in die guten alten Stuben führen und euch alles über die schöne Kunst und das wertvolle Handwerk des Spinnens erzählen. Dazwischen darf es auch still werden und ihr dürft einfach vor euch hinspinnen - heute nennt man das 'meditieren'. Darin liegt auch der Grund für den Untertitel: Spinnen tut gut.

Materialkosten sind nicht im Kursbeitrag enthalten und werden mit Christiane nach Verbrauch abgerechnet (ca. € 10,00).

Herzlich willkommen in der GEA Akademie, ihr lieben SpinnerInnen!


Kursleitung

Christiane Seufferlein ist Biobäuerin, diplomierte Kräuterpädagogin und Sensenlehrerin, gelernte Landschaftsgärtnerin  und Kommunikationsfachfrau. Seit drei Jahren widmet sich die Mühlviertlerin ganz der Pflege und der Erhaltung von altem Handwerk und legt dabei nicht nur Wert auf die Vermittlung der Grundlagen, sondern auch auf die Verbindung zum eigenen, historischen Erbe. Neben der Liebe zur Wolle schlägt ihr Herz auch für die unglaubliche Farbenvielfalt der Natur, die sie auf Wolle, Stoff und Papier bannt. Sie lebt  mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Mühlviertel, wo die Familie seltene Obst-  und Gemüsesorten anbaut.