Gemeinsam tauchen wir in eine Auszeit der liebenden Güte und des Mitgefühls ein.
Im Dialog zwischen buddhistischer Praxis und moderner Wissenschaft – unter anderem angeregt durch die Arbeit des Dalai Lama – zeigt sich, dass Mitgefühl erlernbar ist, geübt werden kann und dass sich durch diese Praxis unser Gehirn und unser Wesen positiv verändern können.
An diesem Wochenende begegnen wir Achtsamkeit und Mitgefühl auf der Grundlage des tibetischen Buddhismus, des tibetischen Yoga (Tsa Lung) und der tibetischen Medizin. Wir lernen das tiefgründige Wissen Tibets kennen und ihre praktische Anwendung.
Die tibetische Tradition ist vielschichtig, reich an Bildern, Ebenen und Deutungen. In einem Moment, in dem mich genau diese Vielschichtigkeit verwirrte, stellte ich einem Lehrer eine Frage dazu. Seine Antwort war einfach und klar:
„Wenn du durch die Hölle wanderst, dann wandere mit Mitgefühl.
Wenn du durch den Himmel wanderst, dann wandere mit Mitgefühl.
Es macht nicht so sehr aus, wo du wanderst, sondern wie du wanderst.“
Diese Worte verweisen auf das Wesentliche: Wir können nicht immer bestimmen, was uns im Leben begegnet. Doch wir können beeinflussen, wie wir dem begegnen. Durch Mitgefühl wird es möglich, Erfahrungen anzunehmen und selbst in schwierigen Situationen eine innere Weisheit zu finden.
Das überlieferte Wissen dieser Tradition unterstützt inneren Frieden, klärt den Geist und fördert die Selbstregulation von Körper und Psyche. Mit Hilfe von Meditationen und Atemarbeit lernen wir, eine Haltung von Mitgefühl und Herzensgüte zu kultivieren, die Akzeptanz ermöglicht und Verwandlung unterstützt. Auf diese Weise erweitern wir unsere Herzensgüte und nähren eine stabile Selbstfürsorge für den alltäglichen Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen.
Du brauchst keine Vorkenntnisse – nur Neugier dir selbst zu begegnen. Bring gemütliche Kleidung, etwas zum Schreiben und eventuell eine Wasserflasche mit.
Daniel Dick verbindet einen akademischen Hintergrund mit einem tiefen, gelebten spirituellen Weg. Nach Jahren intensiver Auseinandersetzung mit Bewusstsein in der akademischen Welt verbrachte er ein Jahr in einem tibetisch-buddhistischen Zentrum in Österreich unter der Leitung von Chökyi Nyima Rinpoche – eine Zeit, die er rückblickend als sein persönliches Mönchsleben beschreibt.
Seine spirituelle Praxis vertiefte sich durch die Ausbildung zum Tsa-Lung-Lehrer (tibetisches Atem-Yoga) bei Lama Kunsang in der Schweiz. Auf diesem Weg entschied er sich bewusst für den Pfad des Ngakpa – einen yogisch-buddhistischen Lebensweg, der Spiritualität, Familie und gesellschaftlichen Dienst verbindet.
Seit fünf Jahren begleitet er Menschen auf ihrem Weg zu mehr Bewusstsein, innerer Klarheit und einer liebevolleren Beziehung zu sich selbst und anderen – in Einzelbegleitung, Workshops und Seminaren.
Seit 2023 absolviert er zwei Ausbildungen in tibetischer Medizin und spirituellem Heilen bei Dr. Nida Chenagtsang, um die Brücke zwischen wissenschaftlicher Neugier, spiritueller Tiefe und praktischer Heilarbeit weiter zu vertiefen. Derzeit studiert er zudem eine spezielle Überlieferung bei Lödro Rinpoche, meditiert täglich mindestens zweimal und leitet wöchentlich eine tibetische Yoga-Gruppe.