Berührung, Impuls, loslassen. Rollen, fallen, Gewicht abgeben und aufnehmen. Balance finden, bewegend begegnen - im Raum, auf dem Boden, dem Nächsten, dir selbst. All das fließt in einen Tanz, dessen Choreografie jeder Moment und jede Begegnung selbst neu entwirft.
In diesem Workshop beginnt ihr mit den Grundlagen der Kontaktimprovisation - auf körperlicher wie auf zwischenmenschlicher Ebene und ihr erforscht, wie Verbindung entsteht. Ihr tanzt mit und ohne Berührung, allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen. Spielerische Übungen eröffnen einen Reigen an Bewegungsfähigkeiten - stets mit dem Fokus auf`s Zuhören.
Ihr werdet üben, wie ihr mit und aus einem klaren, geerdeten Gefühl für euch selbst in Kontakt gehen könnt. Wie geb ich mein Gewicht ab ohne zu drücken? Wie bleibe ich bei mir, während ich mich auf andere einlasse? Und was macht eine Begegnung für mich lebendig, frei und freudvoll?
Ich liebe an Contact Improvisation dieses Zuhören und diese Einladung über Berührung: Gewicht teilen, gemeinsam Balance finden, sich gegenseitig tragen, rollen, fließen lassen. Tänze können ruhig und tief sein, verspielt und leicht, dynamisch oder ganz still – und oft alles zugleich. Dadurch können wir uns mit unserer Kreativität und Lebensfreude verbinden und das finde ich ganz wunderbar! Dabei ist mir wichtig, einen achtsamen und sicheren Raum zu halten, in dem sowohl Einsteiger als auch Erfahrene ihren eigenen Zugang finden können.
Die Einladung geht somit ganz klar an euch alle, die ihr Freude habt am Bewegen und Begegnen.
copyright Fotos: Erica Bartolocci, Mafalda Rakos
Lena Maya Turek ist Tänzerin, Tanzpädagogin und Körperarbeiterin aus Wien. Dahinter stecken umfangreiche Ausbildungen, die in Wien mit der Tanzpädagogik Ausbildung nach Rudolf von Laban* begannen. Ausdruck, Beobachtung, Auseinandersetzung mit Raum, Zeit, Kraft und Fluss standen im Zentrum und bilden eine gut fundierte Basis für Tanztherapie....
...uns so schreibt sie weiter: In London hab ich dann "Community Dance" studiert und da war sowohl zeitgenössisches Tanztraining (also auch mit Choreografien) als auch Anatomie, Laban Notation, Performance making,..Teil der Ausbildung. Aber eben auch vorrangig die Frage und das Hineinleben in die Frage, wie Tanz als pädagogisches Medium für Alle* erlebt und vermittelt werden kann. Eine ganz wunderbare Ausbildung war das!
Alle Tänze werd ich also niemals lernen aber durch mein eigenes Interesse haben sich Tango, Salsa, Volkstänze aus Europa und Kreistänze auch schon in mein Repertoire geschlichen... wobei die (Contact) Improvisation und das Erforschen von Lebendigkeit durch Tanz für mich allem voran steht.
*„Der Mensch ist ein sich bewegendes Wesen – und Bewegung ist der Schlüssel zu seinem innersten Sein.“– Rudolf von Laban (frei nach Rudolf von Laban, in: Laban & Lawrence, 1947)
Lena Maya bewegt sich - tänzerisch und zugleich gezielt - an der Schnittstelle von Pädagogik, Performance und somatischer Praxis. Seit vielen Jahren unterrichtet sie Tanz, Contact Improvisation, Play Fight und somatische Praktiken.
Und, damit nicht genug: Als biodynamische Craniosacral-Therapeutin und Hatha-Yoga-Lehrerin (mit viel Wohlwollen und wenig Dogma) begleitet sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene darin, ihr Nervensystem zu regulieren, präsenter im eigenen Körper zu sein und sich neugierig, spielerisch und sicher mit sich selbst und anderen zu verbinden.