Der Clown ist per se naiv, emotional und positiv. Er ist gelöst von äußeren Ansprüchen und sieht die Welt so wie sie ist - obwohl er sie meistens nicht versteht, inklusiver ihrer Regeln. Uns erlaubt der Clown damit, unsere Umwelt durch eine „ver – rückte“ Brille zu sehen und so aufs Neue zu entdecken.
Das Ziel des Clowns ist es, das Publikum zu berühren und oft auch zum Lachen zu bringen. Dies geschieht nur dann, wenn wir selbst „unseren Clown berühren“, uns dem Publikum zeigen, und dabei authentisch sind. Denn der Clown ist immer ein Teil von uns selbst. Wir verleihen unseren Gefühlen, unseren Fehlern und Schwächen Ausdruck, nehmen uns dabei aber nicht allzu ernst. Wir spielen in diesen Momenten nicht, sondern wir sind. Die Arbeit mit dem Clown erzeugt eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre, die uns die dafür nötige Offenheit ermöglicht.
Auf der Entdeckungsreise zum eigenen Clown helfen uns Spiele, Methoden der Körperarbeit und Theaterpädagogik sowie Improvisationen auf der Bühne und in der Gruppe.
Im Kurs „Clownerie 2“ geht es um die clowneske Weltsicht. Der Blick eines Clowns ist unbedarft, unverstellt und unmittelbar. Ihm fehlt die Sozialisation unserer Gesellschaft und so nimmt er die Dinge wie sie sind und macht daraus, was ihm gefällt. Der Clown folgt seinen Impulsen und seiner Begeisterung ohne Angst davor zu haben, „sich zum Affe“ zu machen – weil er gar nicht weiß was das heißen soll. Die daraus entstehende Narrenfreiheit darf aber vom Clown (und dem Spieler) niemals dazu verwendet werden, sich über andere zu stellen oder anderen zu schaden. Der Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen passiert in der Clownerie niemals aus einer Position der Stärke heraus, sondern immer mit Liebe, Achtsamkeit und Humor.
Die drei Kurse Clownerie 1, 2 und 3 sind gleichwertige Module, die verschiedene Schwerpunkte der Thematik abdecken und ohne Vorkenntnisse besucht werden können. Zusammen mit dem Kurs „Clownerie Advamced“ wird aus den vier Kursen jedoch eine veritable Fortbildung in Clownerie!
Was wir nicht machen: Wir benutzen für diese Art der Clownerie keine Schminke und – in diesem Workshop – auch keine Kostüme. Wir machen keinen Slapstick und keinen „Blödsinn“ um zu versuchen, einen Clown zu „spielen“. Dieser Unterschied zwischen dem „Clown Sein“ und „Clown Spielen“ ist schwer zu beschreiben und wird im Workshop als zentrales Thema herausgearbeitet.
Bitte bringt bequemes Gewand, eine Trinkflasche und wenn vorhanden, eine rote Nase mit.
Peter ist Clown, Pädagoge und Mitbegründer der Salzburger „Clownfabrik“. Im Sinne des modernen Clowntheaters wird er uns ganz ohne Schminke und Kostüme, nur durch die Schulung der Wahrnehmung von körperlichen Empfindungen, Bewegung und Emotionen, sowie deren Einfluss aufeinander, hin zu unserem „inneren Clown“ begleiten.
Willkommen, ihr Clowns, im Zirkus des Lebens in der GEA Akademie in Schrems!
Peter Kaubisch ist freiberuflicher Pädagoge und Trainer in verschiedenen Bereichen. Neben seiner pädagogischen Ausbildung an der Universität Salzburg (Erziehungswissenschaft) hat er verschiedene Aus- und Weiterbildungen in der Clownerie absolviert (Pierre Byland, Locarno, Bruno Zühlke, Freiburg, Lola Monti, Innsbruck, etc.). Er ist der Gründer der Salzburger “Clownfabrik” und verwendet Clownerie sowohl als pädagogische Methode wie auch in straßenkünstlerischen Auftritten („Walk Acts“). Peter kommt aus Laufen a.d. Salzach.