Von Gandhi lernen, mit Thiel debattieren. Im "Open Space" zu Gast: der friedenspolitische Theologe Wolfgang Palaver, der seinen Bekannten Peter Thiel kritisch analysiert.
"Für den Frieden kämpfen. In Zeiten des Krieges von Gandhi und Mandela lernen", so lautet der Titel des neuen Buches (Tyrolia-Verlag) von Wolfgang Palaver. Der Religionspädagoge, Germanist und Politikwissenschaftler lehrte über viele Jahrzehnte Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck und war von 2013 bis 2017 Dekan der Theologischen Fakultät. Auch außerhalb der Universität ist der Friedensforscher Palaver tätig, zum Beispiel als Präsident von Pax Christi Österreich. Im vergangenen Jahr wurde er zum Vertreter der OSZE zur Bekämpfung von Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung ernannt - und Palaver erregte mediale Aufmerksamkeit durch seine Bekanntschaft mit dem Milliardär und libertären Tech-Investor Peter Thiel. Interview: Alexander Behr
https://oe1.orf.at/programm/20260205/822434/Von-Gandhi-lernen-mit-Thiel-debattieren
Dem Tech-Investor Peter Thiel ist die Bekanntschaft mit Wolfgang Palaver, dem Theologie-Professor aus Innsbruck, offenbar sehr wichtig, obwohl es völlig klar ist, dass Wolfgang Palaver völlig anders gestrickt ist. Thiel hat gerade eine Veranstaltung in Italien abgehalten, - Thema: Antichrist (der Standard dazu: Handys, Aufzeichnungen und Notizen sollen nach Angaben der Organisatoren untersagt sein. Über den genauen Inhalt der Vorträge ist bisher wenig bekannt.) ... während Palaver seinen Focus auf Frieden und Versöhnung legt. Friedrich Heer, der große Wiener Philosoph und Historiker (gestorben 1983), propagierte 1949 "das Gespräch der Feinde" ... natürlich ist dieses Gespräch notwendig, wenn Friede sein soll, bevor alles hin ist. Friede den Menschen, die guten Willens sind. Allen.
Friedensforscher und Theologe - damit ist viel, doch lange noch nicht alles gesagt - über die Berufung von Wolfgang Palaver. Die Universität Innsbruck war ihm über die Jahrzehnte eine vielfältige Wirkstätte - als Student, als Dekan genauso wie als Professor für Christliche Gesellschaftslehre. Intoleranz, Rassismus, Diskriminierung - die großen Hürden auf dem Weg zum Frieden, die gilt es, abzubauen. Unruhig im Ruhestand - so kommt er zu uns in die GEA Akademie.