Die Bäume, die Wurzeln, die Kronen, - die Wildnis, die Natur. Alle sind uns Lehrmeisterinnen. Und das 'Einmal' ist jetzt.
Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat - so hat´s Friedrich Nietzsche gesagt. Einmal kurz nachgedacht, können wir dem nur zustimmen. Und auch das tut uns gut! Es gibt viele schöne Sager* über den Wald, die Bäume, die Wurzeln, die Kronen... die Natur - in jedem steckt eine Botschaft, die uns erinnert an die Schöpfung - und so auch an das Kraftvolle und Schöpferische in uns.
Wie so oft, wissen wir das ja alles - und tun´s dennoch nicht. Tausend Dinge sind stets wichtiger und drängen uns ab. 'Einmal' - ist eine Woche lang Kraft, Ruhe, Weite schöpfen - sich bewusst Erholung abholen. Eintauchen in Unberührtes.
Die Tanzbuche, die Riesenfichte, die Eichenallee, Flusstäler und Steine - sind Spuren und Monumente von Jahrhunderten auf den Wanderungen an diesen Tagen durch unser zauberhaftes Waldviertel. Alle strotzen sie voll Kraft. Kraft, die sich überträgt.
Der ursprüngliche Arbeitstitel zu dieser Woche war Waldbaden. Für Waldviertler Verhältnisse klingt das bloß wie ein Fußbad (das ist schon auch wohltuend) - die Waldviertler Wildnis kommt da eher einem berauschenden prickelnden Vollbad gleich.
Die Natur - die Lehrmeisterin. Und Andreas - euer Begleiter. Andreas, geboren im Waldviertel, hat immer im Waldviertel gelebt und auch immer hier gearbeitet. Richtig Wurzeln geschlagen! Dafür ist er immens dankbar. Zeit seines Lebens hat er sich in der Natur 'herumgetrieben' und am eigenen Leib - und auch im Geist - das Wohlwollen der Natur erlebt.
Jetzt, topfit in der Pension, mit Wanderführer- und Waldbadentrainer- Ausbildung möchte er euch (ver)führen zu den schier endlosen Geheimnissen und Kraftquellen unserer Wildnis. Willkommen zu einem wunderbaren Vollbad für deinen Körper und deinen Geist. Da wird auch die Seele weit!
Die täglichen Streckenlängen der Wanderungen werden ca. 15 bis 18 km betragen und abends wird euch Andreas zu Vorträgen einladen.
*Einmal werden die Bäume die Lehrer sein... so schön hat´s die deutsche evangelische Theologin, Dichterin und politische Aktivistin Dorothee Sölle in ihrem Gedichtband 'fliegen lernen' geschrieben. Vom Baum lernen ist eines ihrer bekanntesten Gedichte und ist ein Aufruf zur Entschleunigung, Gelassenheit und Naturverbundenheit.
Vom Baum lernen
der jeden Tag neu
sommers und winters
nichts erklärt
niemanden überzeugt
nichts herstellt.
The woods are lovely, dark and deep... Des Waldes Dunkel zieht mich magisch an...Robert Frost
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Rilke über die Geduld
Und den meisten bekannt: .... Dein Kleid will mich was lehren! - und das nicht nur zur Weihnachtszeit. - Oh Tannenbaum.
Andreas Glaser - sein berufliches Engagement galt dem Aufbau und später der Leitung eines Pflegeheims. Hingebungsvoll, verantwortungsvoll - sein Engagement. Dasselbe galt und gilt heute auch immer noch seiner Familie samt Enkelkinder.
Kraft, Klarheit, Ruhe, Besonnenheit... das alles und mehr hat er sich regelmäßig bei seinen Spaziergängen durch Wald und Flur 'abgeholt'. Mit wachsendem Bewusstwerden über die Natur als Lehrmeisterin. Gerne führt er auch Kurgäste zu kräftigenden Quellen.
In der 'Zwischenzeit' hat er auch das Weitwandern - und auch das Pilgern entdeckt. Von 'dahoam' nach Assisi, danach von Assisi nach Rom - und wieder 'hoam'.