Die durch Heini Staudinger, Sylvia Kislinger und Reinhard Thalhammer (alias Moreau) vertretene Jury hat am 16. November 2018 das 1. Wissenschaftsstipendium für Waldviertler WissenschaftlerInnen mit sozialer Kompetenz Wissenschaft – solide wie Waldviertler Granit vergeben an:  


Anna Sonja Müller

für ihr eingereichtes Forschungsprojekt

„Laponite-based strategies for oral tissue regeneration“


Anna Müller erfüllt in allen Punkten die Anforderungen, die für die Vergabe dieses Stipendiums als Voraussetzung formuliert wurden. (Ausschreibungskriterien siehe Seitenende) 

Anna Müller befasst sich im Rahmen Ihres Doktoratsstudiums an der Medizinischen Universität Wien unter der Betreuung von Assoc. Prof. Hermann Agis mit Aspekten der Gewebsregeneration in der Zahnmedizin. Hierbei erforscht sie neue unkonventionelle Ansätze in diesem Gebiet, welche durch eine Kooperation mit dem Team um Professor Joseph Strauss von der Universität für Bodenkultur Wien ermöglicht werden. Hier geht es um das versteckte Potential von Pilzen. Durch die gemeinsame Kultivierung von Pilzen mit Bakterien produzieren die Pilze Stoffe, welche sie unter herkömmlichen Bedingungen nicht freisetzen. Diese neuen Substanzen werden im Zellkulturlabor an der Zahnklinik der Medizinischen Universität Wien ausgetestet und auf ihre pro-regenerative Wirkungen getestet.

 

Weiteres untersucht Anna Müller den möglichen Einsatz einer speziellen Tonerde als Trägersubstanz um diese pro-regenerative Substanzen in Gewebe einzubringen zu können. Unter anderem wird dieser spezielle Tonerde schon in Kombination mit Stoffen, welche lokale Sauerstoffarmut simulieren und so die Blutgefäßbildung steigern, an Zellen von oralem Gewebe ausgetestet. Durch diese Kombination soll das Regenerationspotential des oralen Gewebes, beispielsweise nach Operationen am Knochen und dem oralen Weichgewebe oder nach Zahntraumata gesteigert werden.

Diese innovative Forschung stellt mögliche klinische Anwendungen in der regenerativen Zahnmedizin in Aussicht, die eine Relevanz in der Therapie von Knochen- oder Weichgewebsschwund darstellen und auch Bedeutung für andere klinische Bereiche haben können. 


Die Beschreibung des prämierten Forschungsprojektes stehen auf Anfrage (akademie@gea.at) auch in einer Langversion in englischer Sprache zur Verfügung. 


Stichwörter: stipendium, granit, waldviertler