Tristan ist es ein wahres Herzensanliegen, sein Wissen weiterzugeben. Und es soll wirken … über Generationen. Dann wird auch in deinem Garten die Welt erlöst, der Boden lebendig und die Natur wird feiern und dich beschenken.
Wenn die Leute ihren eigenen Garten machen wollen, sollen sie hier Unterstützung bekommen, sagt Tristan.
Eine ganze Saison hindurch. In den Monaten von April bis Oktober kommt ihr an einem Tag zurück zum Wachtberg. Ihr werdet eure Erfahrungen austauschen und wieder viel Neues erfahren: Von der Aussaat über die Pflege bis zur Ernte und Verarbeitung. Details findet ihr bei den jeweiligen Tagen.

Ihr werdet Praktiken und Techniken erfahren, die Leben und Lebendigkeit auch in euren Boden bringen. Vier(!) Mal im Jahr wird am Wachtberg angebaut. Draußen genauso wie im Gewächshaus.
Es ist ganz einfach – in Wirklichkeit leben wir alle von den Früchten der Erde. Bei Tristan können wir lernen, wie wir die Erde pflegen, damit sie uns beschenkt. Das ist s, was sie will. Das ist ihr wahres Herzensanliegen.

SA, 17. April, 10–18 Uhr
Jungpflanzenproduktion. Was macht Sinn zu Pikieren – warum und wieso?
„beheizter Tisch“ zum Vorziehen

SA, 15. Mai, 10–18 Uhr
Gewächshauskulturen – Platz optimal nutzen/ Etagenkultur
Welche Sorten und Kulturen eignen sich für die Sommermonate
Vorbereitung und Schutz vor den Eisheiligen/ Minitunnel

SA, 19. Juni, 10–18 Uhr
Beikrautregulierung,
Mulchtechniken – Wann, welche Materialien und warum
Bewässerung – von oben, von unten, wie regelmäßig
Düngen – das Immunsystem der Pflanzen stärken, Jauchen und Tees

SA, 17. Juli, 10–18 Uhr
Feldgemüse ernten und vermarkten
Die Wurzeln bleiben im Boden Ja oder Nein
Pflanzung und Pflege vom Sommergemüse Gewächshaus und Freiland (z.B. Paradeiser führen und geizen / Melanzani und Paprika stützen …)

SA, 21. August, 10–18 Uhr
Selektion und Samengewinnung von Paradeiser – welche Sorte schmeckt euch am besten und will mit mir ins nächste Jahr? Das Potential und die Vitalität einer Pflanze erkennen.
Heumulch – Produzieren und Boden verbessern in einem – wie ist das möglich? Bedeuted für uns Nachhaltigkeit

SA, 18. September, 10–18 Uhr
Samengewinnung und Selektion Paprika und Chilli
Wintergemüse und Saisonverlängerung was kann ich über den Winter anbauen und was bleibt über den Winter am Feld
Essbare Gründüngung
Direktsaaten
Kürbisernte

SA, 16. Oktober, 10–18 Uhr
Lagergemüse Karotten, Rote Rüben, Sellerie, Radicchio …
Vorselektion vom Lagergemüse – Das Potential und die Vitalität einer Pflanze erkennen.
Wintervorbereitung für Boden – wie schütze ich den Boden über den Winter

Wie kann ich meine Produktionsfläche vergrößern ohne meinen Boden durcheinander zu bringen.


Nur im Paket buchbar.

Wenn ihr noch mehr erfahren und lernen möchtet:


Tristans Paradies ist etwa eine Stunde von Schrems entfernt: Am Wachtberg 78, 3571 Gars/Thunau am Kamp

Bitte Arbeitskleidung, Handschuhe, Regenschutz, Gartenschere mitbringen.


Kursleitung

Wir, Tristan Toé, Jahwezi Graf, die Familie, sowie viele liebe Freund*innen, Freiwillige, Praktikant*innen und nicht zu vergessen all die aktiven Kompostwürmer, Pilze, Bakterien wie auch andere Nützlinge arbeiten gemeinsam im biologischen Gemüsebau am Wachtberg.

Bereits seit 2011 betreiben wir biologischen und vorwiegend händischen Gemüsebau und versorgen zirka 70 Haushalte mit gesundem, hochwertigem und vielfältigem Gemüse. Das zu ermöglichen bedarf eines gesunden und intakten Umfeldes und Ökosystems. Deshalb setzten wir seit Beginn unsere Schwerpunkte auf gesunde Böden, Vielfalt und vitales, samenfestes Gemüse das wir auch weitervermehren.

Tristan Toé hat ein unglaubliches Pflanzenwissen von Afrika mitgebracht. Für ihn sind alle Pflanzen Lebewesen. Sein Gemüse schmeckt anders. Er achtet auf das Saatgut, auf die Ansaat, er füttert den Boden, und Kartoffel setzt er ganz anders als wir - er legt sie in Hohlräume, nicht in den Boden. Die brauchen auch Luft, sagt er.

Tristan kümmert sich  um Tausende Pflanzen und ihre zwei Töchter, die mittlerweile der wichtigste Qualitätsmesser für Toés Gemüse sind: "Schmeckt es den Kindern, ist es gut. Schmeckt es ihnen nicht, gibt es im nächsten Jahr andere Sorten." Oft spricht Toé von seinem Gemüse fast so zärtlich wie von seinen Kindern: Das schlimmste Vergehen an beiden sei es, meint er, sie durch zu viel Hingabe zu verziehen. Sie nicht liebevoll vorzubereiten auf Durststrecken, die zwangsläufig kommen.

Als Tristan  das erste Mal Ackerfurchen in den kargen Boden am Wachtberg zog und die Erde in harten Krümeln unter seinen Fingern bröselte, hätte ihn aber beinahe der Mut verlassen: "Der denkbar schlechteste Boden. Supertrocken, superseicht. Er speichert kein Wasser, der einzige Brunnen liegt 96 Meter tief, und die Humusschicht ist dünner als in einem Blumentopf." Aber weil es das einzige Land war, das er hatte, kniete sich Tristan Toé hin, schaufelte Erde und setzte widerstandsfähige Stecklinge hinein.

Tristan hat einen völlig anderen Umgang mit den Pflanzen. Pflanzen sind Lebewesen, die Respekt verdienen und verlangen. Drum darf auch nicht jede/jeder anpflanzen. Es geht um den Respekt ...

und wie die Pflanze den Respekt erwidert ... das schmeckt man ... davon ist Georg Bacher überzeugt ... nicht nur überzeugt – er hat es in monatelanger Mitarbeit miterlebt.