Am Anfang war das Schaf. Dann kam das Spinnen. Daraus die Wolle. Die Liebe zur Wolle führte zum Stricken. Und die Liebe zu den Farben der Natur zum Färben. Christiane zieht ihre Spur mit großer Ehrfurcht durch das Reich alter Handwerke, forscht und erlernt sie mit viel Eifer und ganzem Herzen. Genau so gibt sie ihr umfassendes Wissen und Können weiter. Zusätzlich zum Spinnen habt ihr schon bald Gelegenheit, in die Küpen des Blaufärbens einzutauchen.

Blaue Färbungen in all seinen Schattierungen gibt uns die Natur nur mit etwas Alchemie. Das wasserunlösliche Indigopulver braucht einen Partner, um Wolle und Stoff dauerhaft zu färben. Bei der richtigen  Partnerwahl spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Christiane wird euch mit der Verküpung der Indigo auf dem natürlichen Fermentationsweg vertraut machen, arbeiten werdet ihr vorort mit der  Fruchtzuckervariante.

Von Azur bis Himmelblau reicht das Farbenspektrum zum Färben von Wolle und Stoffen. Gefinkelte Abbinde- und einfache, archaische Blaudrucktechniken mit ungiftigen Zutaten machen jedes Stück zu einem besonderen Unikat. Dabei werdet ihr durch die Zeit und kreuz und quer über unsere Erde reisen. Indigoblau gab und gibt es auf der ganzen Welt, zusammen mit vielen Mythen, Sagen, Überlieferungen und kuriosen Begebenheiten. All diese Geschichten hat Christiane für euch im Gepäck.


Kursleitung

Christiane Seufferlein ist Biobäuerin, diplomierte Kräuterpädagogin und Sensenlehrerin, gelernte Landschaftsgärtnerin  und Kommunikationsfachfrau. Seit drei Jahren widmet sich die Mühlviertlerin ganz der Pflege und der Erhaltung von altem Handwerk und legt dabei nicht nur Wert auf die Vermittlung der Grundlagen, sondern auch auf die Verbindung zum eigenen, historischen Erbe. Neben der Liebe zur Wolle schlägt ihr Herz auch für die unglaubliche Farbenvielfalt der Natur, die sie auf Wolle, Stoff und Papier bannt. Sie lebt  mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Mühlviertel, wo die Familie seltene Obst-  und Gemüsesorten anbaut.