Andrea Pancur ist eine musikalische Grenzgängerin. In ihrem preisgekrönten Programm "Alpen Klezmer" erforscht und entwickelt sie die gemeinsamen Wurzeln bayrischer und jiddischer Liedkultur. Sie gilt als die wichtigste Vertreterin der jiddischen Liedkultur in Deutschland.

Andrea zeigt es bei jedem ihrer Auftritte: Jiddische Lieder leben von ihrer großen Emotionalität, aber auch von ihrem Humor, ihrem besonderen Witz und ihrer Lebensfreude. Ihr werdet an diesem Wochenende mit ihr die Besonderheiten des jiddischen Gesangs kennenlernen und euch durch die verschiedenen Genres des Jiddischen Lideles durchsingen.

Die musikalische Bandbreite für dieses Wochenende reicht von Volksliedern, über Theaterliedern und Lieder von Liedermachern wie Mordekhay Gebirtig bis hin zu den Nigunim, die aus der chassidischen Tradtion stammen und über die Rabbi Menachem Mendel von Lubawitsch (1789-1866) einst lehrte: „Singen vereinigt. Wenn Worte gesprochen werden, hören wir jedes der Worte gemäß unserem Verständnis. Aber im Singen sind wir alle in einem Rhytmus und in einer Melodie vereinigt.“

Um in diesem Kurs ein Lidele mitsingen zu können braucht ihr nicht Jiddisch zu können - ein wenig Gesangserfahrung und Begeisterung für die Jiddische Liedkultur - das reicht. Da das heuer der einzige Kurs sein wird, ist es besser, sich schnell anzumelden - die Plätze sind sonst ruck zuck weg.

Herzlich willkommen ihr SängerInnen in der GEA Akademie in Schrems!


Kursleitung

Andrea Pancur

Die Münchnerin slowenischer Abstammung gilt als „Garantin für tiefschürfende Programme " (SZ) und „wichtigste Vertreterin der jiddischen Kultur in Deutschland" (Der Neue Tag).
In ihrem mit dem Deutschen Weltmusikpreis ausgezeichneten Programm Alpen Klezmer   verknüpft sie bayrische und jiddische Musik. Dazu erforschte sie gemeinsames Repertoire der bayrischen und jiddischen Liedkultur und entwickelte zusammen mit Ilya Shneyveys ein neues Genre.
Sie betrieb musikalische Grenzüberschreitung mit dem modern klezmer quartet, tourte als Gast mit dem  Trio A Tickle in the Heart, widmet sich in ihrem Soloprogramm ANDREA PANCURs FEDERMENTSH der jiddischen Musik nach 1945 und Initiatorin und Juryvorsitzende des Mosche-Beregowski-Nachwuchspreises.

Sie arbeitet mit vielen Künstler*innen zusammen, darunter Alan Bern (USA/D), Christian Dawid (D), Patty Farrell (USA), Hermann Haertel jun. (A), Dan Kahn (USA/D), Horst Nonnenmacher (D), Ilya Shneyveys (LV/USA), Guy Schalom (GB), Lorin Sklamberg (USA), Deborah Strauss (USA) und Stofferl Well (D).

Konzertreisen und Workshoptätigkeiten führten sie nach Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Liechtenstein, Israel, Italien, in die Schweiz und in die USA.

www.andrea-pancur.de